Sprachzentren werden für unsere Kinder immer wichtiger.
Die bevorstehende Bildungsreform sieht eine Reduzierung der Fremdsprachenstunden zugunsten von mehr Zeit für geisteswissenschaftliche Fächer vor. Wie wird sich dies auf die Schüler auswirken und welche Rolle spielen Sprachzentren in diesem Zusammenhang? Über dieses Thema sprechen wir mit Svetla Zhelyazkova – Akademische Direktorin des Bildungszentrums NEA Germanika.
– Frau Zhelyazkova, wie stehen Sie zu der Idee, die Fremdsprachenstunden in der Schule zu reduzieren?
„Alle Schulfächer spielen eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Kinder. Bulgarische Sprache und Literatur helfen uns, richtig zu denken, zu schreiben und uns auszudrücken. Mathematik, Chemie und Physik entwickeln das logische Denken und bilden die Grundlage für wissenschaftliche und technische Berufe. Geschichte und Philosophie lehren uns, uns selbst und die Welt zu verstehen. Aber in der heutigen globalisierten Welt sind Fremdsprachen der Schlüssel, der die Türen zu all dem öffnet – sie machen Wissen überall auf der Welt anwendbar. Deshalb glaube ich, dass die Reduzierung der Fremdsprachenstunden eine Lücke schaffen wird, die Eltern und Schüler auf andere Weise ausgleichen müssen.“
– Welche Rolle spielen Sprachzentren in diesem Prozess?
„Sprachzentren werden zu noch wichtigeren Partnern der Schule. Wir bieten eine Ausbildung an, die sich auf die praktische Nutzung der Sprache konzentriert – Sprechen, Hören und sichere Kommunikation im Alltag. Wir arbeiten in kleinen Gruppen, was uns ermöglicht, jedem Kind individuelle Aufmerksamkeit zu schenken. Außerdem bereiten wir die Schüler auf international anerkannte Zertifikate wie Cambridge, IELTS oder Goethe vor, die ein echter Nachweis ihrer Fähigkeiten sind und ihnen Vorteile bei der Studienbewerbung und in ihrer zukünftigen Karriere verschaffen.“
– Eltern sorgen sich oft, dass ihre Kinder überlastet sind. Was würden Sie ihnen sagen?
„Ich verstehe diese Sorgen vollkommen. Aber Fremdsprachenlernen sollte nicht als zusätzliche Belastung gesehen werden, sondern als Investition in die Zukunft. In unseren Kursen lernen die Kinder in einer motivierenden und freundlichen Umgebung, in der sie die Sprache durch Spiele, Diskussionen und Projekte üben. Das fördert nicht nur ihre schulische Entwicklung, sondern gibt ihnen auch Selbstvertrauen und Freude an ihren Fortschritten.“
– Was würden Sie den Schülern raten?
„Neugierig und mutig zu sein. Bulgarisch, Mathematik und Naturwissenschaften sind das Fundament. Aber wenn sie auch Fremdsprachen gut beherrschen, wird dieses Fundament zu einer stabilen Basis, auf der sie ihre Traumzukunft aufbauen können – ob in Bulgarien oder im Ausland.“
– Und zuletzt – was bedeutet für Sie qualitativ hochwertiger Sprachunterricht?
„Das ist ein Unterricht, der sich nicht auf Lehrbuch und Grammatik beschränkt. Qualitativ hochwertiger Sprachunterricht entwickelt Kommunikationsfähigkeiten, kritisches Denken und kulturelles Bewusstsein. Er macht die Kinder wettbewerbsfähig und offen für die Welt. Genau hier liegt die wichtigste Rolle der Sprachzentren – die Schule zu ergänzen und die Schüler auf das echte Leben vorzubereiten.“